Selkirk LABS Project Boomstik Widebody 16mm im Test

Der Selkirk LABS Project Boomstik Widebody 16mm ist ein auf Power ausgelegter Schläger mit Schaumkern und einer ungewöhnlich großen, stabilen Trefferzone.

Maksim StreltcovVeröffentlicht 2026-07-18Aktualisiert 2026-07-2211 Min. Lesezeit

Schnelles Fazit

Der Selkirk LABS Project Boomstik Widebody 16mm ist ein auf Power ausgelegter Schläger mit Schaumkern und einer ungewöhnlich großen, stabilen Trefferzone.

Geeignet fürAggressive Doppelspieler vom mittleren bis fortgeschrittenen Niveau, die einen großen Sweetspot, sehr stabile Konter, leichte Länge und mehr Stabilität bei außermittigen Treffern als bei den meisten zugelassenen Power-Schlägern wünschen.

Auf einen Blick

Form
Not stated
Länge
Not stated
Breite
Not stated
Kern
Not stated
Gewicht
Offiziell 112 ±2; unabhängige Exemplare etwa 113–116
Schwunggewicht
Offiziell 112 ±2; unabhängige Exemplare etwa 113–116
Oberflächenmaterial
Not stated
Griffumfang
Not stated
Spielstil
Not stated

Konstruktion und Materialien

Der Widebody verwendet Selkirks 16 mm starken BoomCore statt einer konventionellen Trefferzone aus vollständig durchgehendem Polypropylen-Wabenkern. Selkirk beschreibt die Konstruktion als PureFoam, der von einem EVA Power Ring umgeben wird, kombiniert mit einer dreilagigen Multistrata-T700-Carbonfläche. Unabhängige Schnitt- und Röntgenaufnahmen beschreiben einen Schaumkern, einen EVA-Rand und einen kleinen Wabenanteil im Griffbereich. Die genaue proprietäre Schaumzusammensetzung ist jedoch nicht unabhängig bestätigt. Das auffälligste Konstruktionsmerkmal ist das MOI Tuning System: zwei semi-permanente Gewichte am Kantenschutz ungefähr auf der 3- und 9-Uhr-Position. Unabhängige Messungen beziffern sie auf jeweils etwa 7,5 g, also ungefähr 15 g insgesamt. So weit außen platzierte Masse erhöht die Verdrehfestigkeit und erweitert die effektive Trefferzone. Gleichzeitig bestimmt sie die Serienbalance. Der Boomstik ist damit eher ein bereits vorkonfigurierter Schläger als eine neutrale Basis für eine individuelle Gewichtung. Selkirk warnt davor, die Gewichte regelmäßig zu entfernen, da die Bauteile dabei beschädigt werden können. Spieler, die normalerweise mit einem leichten Schläger beginnen und schrittweise Tungsten hinzufügen, verlieren hier einen großen Teil ihrer Einstellfreiheit. Das System funktioniert, trifft die Tuning-Entscheidung aber für den Käufer, statt sie ihm zu überlassen.

Gewicht, Balance, Schwunggewicht und Handgeschwindigkeit

Selkirk gibt für den Widebody 8,0–8,4 oz, ein durchschnittliches Schwunggewicht von 112 ±2 und ein Verdrehgewicht von 8,2 ±0,3 an. Unabhängige Exemplare zeigen, warum Bereiche wichtiger sind als eine Einzelzahl. Eine aktuelle Messung ergab 8,65 oz, 113,2 Schwunggewicht, 7,8 Verdrehgewicht und einen Balancepunkt von 23,9 cm. Ein weiteres Exemplar wog 8,36 oz, während ein anderer Test ein Schwunggewicht von ungefähr 116 meldete. Das sind nicht zwingend Widersprüche, sondern Hinweise auf relevante Stück- und Protokollunterschiede. Ein Schwunggewicht im niedrigen 110er-Bereich deutet normalerweise auf schnelle Führung hin. Der Widebody fühlt sich jedoch nicht immer so schnell an, wie die Zahl erwarten lässt. Der breite Kopf bewegt mehr Luft als die Elongated-Version, und die statische Masse liegt tief und weit außen. Das Ergebnis ist ein gesetzter Schläger, der ausreichend gut die Richtung wechselt, aber nicht in der Hand verschwindet. Auf Blocks und Kontern lässt er sich leichter stabilisieren, als bei späten Handgelenkskorrekturen beschleunigen. Im Doppel ist der Kompromiss vernünftig, weil kein zusätzliches Seitengewicht nötig ist, um Stabilität zu erzeugen. Wer von sehr leichten Schlägern mit 7,7–7,9 oz kommt, kann dennoch einen deutlichen Anstieg von Ermüdung und Trägheit spüren. Die Serienabstimmung sollte als „Stabilität zuerst, Geschwindigkeit danach“ verstanden werden.

Kontrolle, Drops, Dinks und Reset-Schläge

Das Kontrollprofil des Widebody ist differenzierter als „zu kraftvoll“ oder „wegen der Fehlerverzeihung einfach“. Die breite, stabile Fläche verbessert die Richtungskonstanz bei spätem oder leicht außermittigem Kontakt. Defensive Blocks bleiben gerader, Konter brechen seltener seitlich aus, und ein passiver Reset-Schlag hat genug Masse hinter dem Ball, um sicher über das Netz zu gelangen. Das kann Spielern mit wechselhafter Treffmechanik helfen, länger im Punkt zu bleiben. Im Soft Game kann derselbe Schläger trotzdem anspruchsvoll sein. Die Fläche ist lebhaft, fest und unmittelbar. Dinks steigen zu hoch, wenn unnötige Handgeschwindigkeit hinzukommt, und Drops fliegen lang, sobald der Schlägerwinkel etwas offen bleibt. Stabilität schützt die Kontaktqualität, korrigiert aber keine unpräzise Touch-Technik. Darum unterscheiden sich seriöse Einschätzungen zur Eignung für niedrigere Spielstärken. Ein 3.0-Spieler kann klar vom Sweetspot und der Stabilität profitieren, während ein anderer auf demselben Niveau mehr Pop-ups produziert. Entscheidend ist weniger die Einstufung als das Hauptproblem: außermittige Treffer oder unkontrollierter Rebound. Die Kontrollwertung von 7,5/10 belohnt die vorhersehbare Reaktion und gute Reset-Leistung, nicht ein weiches Control-Paddle-Gefühl.

Power, Pop, Drives und Konter

Power steht sofort zur Verfügung. Ein aktualisiertes unabhängiges Protokoll maß 60,7 mph beim Aufschlag und 39,2 mph bei der Punch-Volley. Ein früherer Test eines anderen Exemplars ergab 58,3 mph und 38,1 mph. Die Werte dürfen nicht zusammengeführt werden, platzieren den Widebody aber beide deutlich über dem Durchschnitt. Die Form erzeugt etwas weniger hebelbasierte Drive-Power als die Elongated-Version, doch der Pop ist mindestens ebenso leicht abrufbar. Kurze Konter und Put-aways auf Schulterhöhe verlassen die Schlagfläche sehr schnell; volle Aufschläge und Drives erreichen Tiefe, ohne dass ein übertriebener Schwung nötig ist. Die Masse hinter dem Ball bewahrt zudem mehr Output, wenn der Kontakt vom Zentrum abweicht. 2026 steht der Boomstik nicht mehr allein an der Spitze. Neue zugelassene Schaumkern-Schläger können sein Spitzentempo erreichen oder übertreffen, teilweise zum halben Preis. Der Vorteil des Widebody ist nicht der einzelne höchste Radarwert, sondern die Verbindung von hohem Output mit ungewöhnlich geringem Leistungsabfall über die Fläche. Das rechtfertigt 9,0/10 bei Power, aber keine perfekte 10.

Spin und Oberflächenverhalten

Veröffentlichte Widebody-Werte umfassen 2.188 RPM sowie ungefähr 1.970–1.980 RPM aus getrennten Protokollen. Diese Zahlen sind nicht direkt vergleichbar, stützen aber klar die Einstufung als starker Spin. Die Oberfläche bietet genügend Grip für Topspin-Drives, Roll-Volleys, Slice-Returns und absinkende Speed-ups, ohne einen extremen Schwungpfad zu erzwingen. Die anfängliche InfiniGrit-Struktur bleibt nicht unverändert. Kurzzeitvergleiche fanden eine gebrauchte Oberfläche nach regelmäßigem Spiel glatter als eine neue, und ein längerfristiges Follow-up meldete sinkenden Spin mit fortschreitender Beschichtungsabnutzung. Der Schläger erzeugte weiterhin brauchbare Rotation, doch neuere Systeme mit langlebiger Körnung wurden nach längerer Nutzung stärker eingeschätzt. Selkirks Aussage einer dreifachen Spin-Haltbarkeit gegenüber traditionellem Peel-Ply-Raw-Carbon bleibt daher eine Herstellerbehauptung. Praktisch beginnt der Widebody mit starkem Spin und kann brauchbaren Grip länger halten als gewöhnliches Raw Carbon. Käufer sollten dennoch nicht erwarten, dass der Biss des ersten Tages dauerhaft erhalten bleibt.

Sweetspot, Fehlerverzeihung und Stabilität

Das ist der zentrale Kaufgrund für den Widebody. Die 8 Zoll breite Fläche, das sehr hohe Verdrehgewicht und die serienmäßige Randmasse erzeugen eine große effektive Trefferzone mit außergewöhnlicher Rotationsfestigkeit. Außermittige Volleys behalten ihre Richtung, hektische Konter bleiben spielbar, und Put-aways halten mehr Tiefe als bei vielen schmaleren Power-Schlägern. Der offizielle Zielwert von 8,2 ±0,3 beim Verdrehgewicht ist außergewöhnlich hoch. Unabhängige Ergebnisse von ungefähr 7,72–7,8 bleiben ebenfalls Elite, auch wenn sie unter dem Nominalwert liegen. Noch wichtiger: Die Messungen stimmen mit den wiederholten Eindrücken auf dem Court überein. Der Widebody lässt sich nur schwer aus der Schlaglinie verdrehen. Fehlerverzeihung ist nicht dasselbe wie Kontrolle. Ein stabiler Fehltreffer kann wegen der lebhaften Fläche weiterhin lang fliegen. Gegenüber anderen Schlägern mit hohem Output bietet der Widebody jedoch mehr nutzbare Fläche und einen geringeren Kraftverlust. Sweetspot und Fehlerverzeihung erhalten jeweils 9,5/10, weil genau hier sein klarster Wettbewerbsvorteil liegt.

Gefühl, Feedback, Vibrationen und Komfort

Der Treffmoment wirkt dicht, steif und unmittelbar. Der Schläger erzeugt einen markanten tiefen, lauten Knall; der Ball verschwindet nicht in einer weichen oder gedämpften Fläche. Spieler, die direktes Feedback mögen, empfinden das als verbunden und vorhersehbar. Wer ein plüschiges Verweilen des Balls bevorzugt, kann dieselbe Reaktion als hohl oder hart beschreiben. Die sehr hohe Stabilität verbessert den Komfort bei Fehltreffern, weil der Schläger nicht abrupt verdreht. Statisches Gewicht und breiter Kopf können bei langen Sessions dennoch zu mehr Ermüdung führen, besonders beim Wechsel von leichterem Material. Medizinische oder verletzungspräventive Aussagen sind nicht begründet. Der Komfort hängt von der persönlichen Toleranz für festes Feedback, Lautstärke und Trägheit ab; deshalb bleibt die Wertung bei 7,0/10.

Haltbarkeit, Garantie und Pflege

Die Schaumarchitektur zeigt eine ermutigende Konstanz. Mehrere Beobachtungen berichten von kaum oder gar keinem spürbaren Einspiel-Drift. Ein längerfristiger Vergleich fand Power und Sweetspot-Verhalten nach vielen Monaten weitgehend stabil. Das spricht dafür, dass der Boomstik nicht auf ein schnelles Weichwerden des Kerns angewiesen ist, um seinen vorgesehenen Output zu erreichen. Weniger beruhigend ist die Außenkonstruktion. Mehrere unabhängige und Community-Berichte beschreiben sich anhebende Kantenschützer in der Nähe der MOI-Gewichte. Das verfügbare Material erlaubt keine Aussage zur Häufigkeit, und Ersatzexemplare zeigten den Fehler nicht immer erneut. Relevant bleibt das Thema, weil die Gewichte genau diesen Bereich belasten und der Schläger 333 US-Dollar kostet. Auch eine Glättung der Oberfläche ist dokumentiert. Sie betrifft den Spin stärker als die Kernleistung und sollte als normaler Leistungsverschleiß behandelt werden, sofern kein konkreter Defekt unter die Garantie fällt. Selkirks aktuelle begrenzte lebenslange US-Garantie für den Erstkäufer nennt lose Kantenschützer und Risse ausdrücklich als gedeckte Herstellungsfehler, vorbehaltlich der Prüfung durch das Unternehmen. Zur Reinigung sollte die Boomstik-spezifische Anleitung beachtet werden, nicht allgemeine Raw-Carbon-Ratschläge. Verwenden Sie ein weiches, feuchtes Mikrofasertuch und keine abrasiven Carbon-Reinigungsblöcke oder Gummiradierer auf der InfiniGrit-Beschichtung.

Beste Eignung und Spielerprofil

Der Widebody passt am besten zu einem aggressiven Doppelspieler, der Power sucht, ohne einen kleinen und empfindlichen Sweetspot zu akzeptieren. Er eignet sich für Konter, Shake-and-bake-Muster, Drive-lastige dritte Schläge, Speed-ups und Put-aways. Die breite Fläche hilft besonders Spielern, die in Handduellen eingeengt werden oder den Ball leicht spät treffen. Auch manche Intermediate-Spieler profitieren, weil die Stabilität mehr Fehltreffer rettet. Das macht ihn nicht zu einer vernünftigen Standardempfehlung für Anfänger. Ein Spieler in der Entwicklung sollte zuerst klären, ob der Schläger tatsächlich außermittige Kontakte löst oder nur zusätzlichen Rebound in ein inkonstantes Soft Game bringt. Der ideale Käufer schätzt Serien-Stabilität mehr als Anpassbarkeit, akzeptiert ein festes und lautes Feedback und fühlt sich mit 8,3–8,6 oz wohl. Der Widebody ist stärker auf Doppel ausgerichtet als die Elongated-Version, weil er einen Teil von Reichweite und Hebel gegen seitliche Fehlertoleranz und defensive Autorität tauscht.

Einschränkungen und wer ihn meiden sollte

Meiden Sie den Widebody, wenn weicher Touch die wichtigste Anforderung ist. Ein Control-orientierter Schläger erleichtert das Lernen von Dinks, Drops und Reset-Schlägen und kostet deutlich weniger. Spieler mit sehr schnellen Händen, die niedriges statisches Gewicht bevorzugen, können das breite, gesetzte Gefühl trotz moderatem Schwunggewicht ebenfalls ablehnen. Für Ausrüstungs-Tüftler ist er eine schlechte Wahl. Die serienmäßigen Seitengewichte sind semi-permanent. Ihre Entfernung verändert das zentrale Leistungsprofil und kann Schäden verursachen. Zusätzliches Gewicht lässt sich anbringen, aber die hohe Ausgangsmasse bietet weniger sinnvollen Spielraum als eine leichtere Plattform. Preisbewusste Käufer sollten besonders vorsichtig sein. Der Boomstik leistet auf Premium-Niveau, doch der Markt bietet inzwischen günstigere Schaumkern-Schläger mit ähnlicher Power, besserem Langzeit-Grip oder schnellerer Führung. Wirtschaftlich ergibt der Widebody nur Sinn, wenn sein spezieller Vorteil bei Sweetspot und Stabilität den Aufpreis wert ist.

Zulassung und Wettkampfeinsatz

Der exakte Project Boomstik Widebody Raw Carbon 16mm war bei der Prüfung am 18. Juli 2026 auf der USA-Pickleball-Liste als Pass geführt. UPA-A listet Project-Boomstik-Widebody-Versionen separat mit dem Hinweis „No MOI Clamps Allowed“. Spieler bei PPA- oder anderen UPA-A-regulierten Veranstaltungen sollten die für dieses Regelwerk gelieferte konforme Version ohne Klemmen verwenden, statt einen Retail-Schläger selbst umzubauen, und die aktuelle Liste vor jedem Turnier erneut prüfen.

Alternativen und Vergleiche

Boomstik Elongated: Wählen Sie die Elongated-Version für 16,5 Zoll Reichweite, den längeren 5,8-Zoll-Griff, aerodynamischere Bewegung und mehr Hebel bei Aufschlägen und Drives. Wählen Sie den Widebody für den größeren Sweetspot, höhere Verdrehfestigkeit, einfachere Blocks und gleichmäßigeren Output bei außermittigem Kontakt. Selkirk Omni: Der Omni ist die anpassbarere Wahl für Spieler, die Gewichte einstellen und ein weniger festgelegtes Leistungsprofil wünschen. Der Boomstik bleibt stärker bei unmittelbarem Pop, serienmäßiger Stabilität und einer dichten Power-Reaktion. SLK ERA Power: Der ERA ist der zugänglichere und günstigere Einstieg in Selkirks Power-Familie. Er gibt Spitzentempo und etwas Sweetspot-Autorität ab, ist aber für ein noch wachsendes Soft Game leichter zu beherrschen und für viele Spieler der rationalere Kauf. Aktuelle Widebody-Schaumalternativen: Mehrere aktuelle Modelle erreichen inzwischen eine ähnliche Power und Verdrehfestigkeit für deutlich weniger Geld. Einige starten leichter oder verwenden neuere langlebige Körnungsoberflächen. Sie sind nicht automatisch identisch. Der belastbare Vorteil des Boomstik bleibt die ungewöhnlich vollständige Serienkombination aus Pop, seitlicher Stabilität und Sweetspot-Größe.

Wertungsübersicht

80/100
Komfort und Gefühl
7.0
Kontrolle und Platzierung
7.5
Fehlertoleranz
9.5
Manövrierbarkeit
7.0
Power-Potenzial
9.0
Reichweite
7.5
Spin-Erzeugung
8.0
Stabilität bei Off-Center-Treffern
9.5
Nutzbarkeit des Sweetspots
9.5
Preis-Leistung
5.5
So wird die 100-Punkte-Bewertung berechnet · Methodik

Häufige Fragen

Welche Selkirk-Boomstik-Version wird hier getestet?

Der Test behandelt den Selkirk LABS Project Boomstik Widebody 16mm mit den serienmäßigen MOI-Randgewichten. Die gleiche Wertung gilt nicht für den Elongated, der andere Abmessungen, ein anderes Schwungverhalten, eine andere Verdrehfestigkeit, Reichweite und Zielgruppe besitzt.

Was kostet der Selkirk Boomstik Widebody?

Der US-Listenpreis lag bei der Prüfung am 18. Juli 2026 bei 333 US-Dollar. Der Preis ist seine größte Wettbewerbsschwäche, weil mehrere aktuelle Power-Schläger mit Schaumkern vergleichbares Tempo, Spin oder Stabilität deutlich günstiger liefern.

Wie kraftvoll ist der Boomstik Widebody?

Er gehört zur Spitzengruppe der zugelassenen Power-Schläger. Ein aktuelles unabhängiges Protokoll maß 60,7 mph beim Aufschlag und 39,2 mph bei der Punch-Volley. Ein früheres Protokoll ergab 58,3 und 38,1 mph. Das zeigt, warum Ergebnisse aus verschiedenen Sessions nicht gemittelt werden sollten.

Ist der Widebody leichter zu kontrollieren als der Elongated?

Der Widebody ist stabiler und fehlerverzeihender, besonders bei Blocks und außermittigen Kontern. Er ist aber nicht automatisch weicher. Sein unmittelbarer Pop kann Dinks und Drops weiterhin erschweren, während der Elongated mehr Reichweite und einen schmaleren, aerodynamischeren Schwung bietet.

Wie groß ist der Sweetspot des Boomstik Widebody?

Er gehört zu den größten dokumentierten effektiven Trefferzonen bei einem Schläger mit hohem Output. Die 8-Zoll-Fläche und unabhängig gemessene Verdrehgewichte von etwa 7,72–7,8 helfen, Richtung und Tiefe bei außermittigen Kontakten zu bewahren.

Fühlt sich der Boomstik Widebody schwer an?

Das statische Gewicht kann beträchtlich sein. Selkirk nennt 8,0–8,4 oz, während unabhängige Exemplare etwa 8,65 oz erreichten. Das Schwunggewicht ist mit ungefähr 112–116 moderater, doch der breite Kopf und die tief-breite Massenverteilung können ihn langsamer wirken lassen, als die Zahl vermuten lässt.

Wie viel Spin erzeugt der Widebody?

Unabhängige Messungen liegen je nach Protokoll ungefähr zwischen 1.970 und 2.188 RPM. Das ist starker Spin, aber nicht durchgängig klassenbest. Die InfiniGrit-Oberfläche kann sich mit der Zeit glätten und einen Teil ihres anfänglichen Bisses verlieren.

Ist der Boomstik Widebody für Anfänger geeignet?

Er ist keine Standardempfehlung für Anfänger. Die stabile Fläche kann bei außermittigem Kontakt helfen, doch die lebhafte Reaktion kann auch mehr Pop-ups und zu lange Touch-Schläge erzeugen. Der Preis ist schwer zu rechtfertigen, bevor Spielstil und Mechanik des Spielers feststehen.

Ist der Boomstik Widebody für Turniere zugelassen?

Der Project Boomstik Widebody Raw Carbon 16mm war bei USA Pickleball am 18. Juli 2026 als Pass gelistet. UPA-A führt Widebody-Versionen ohne zugelassene MOI-Klemmen; Teilnehmer an UPA-A-regulierten Wettbewerben sollten die regelkonforme Version erwerben und die aktuelle Liste erneut prüfen.

Gibt es Haltbarkeitsbedenken?

Der Schaumkern zeigt ermutigende Konstanz, doch die verfügbaren Daten enthalten Berichte über angehobene Kantenschützer nahe den MOI-Gewichten und eine mit der Zeit glatter werdende Oberfläche. Daraus lässt sich keine Defektrate ableiten. Selkirks begrenzte lebenslange US-Garantie für den Erstkäufer nennt lose Kantenschützer und Risse als gedeckte Herstellungsfehler, vorbehaltlich ihrer Bedingungen.

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