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title: Selkirk LUXX Control Air InfiniGrit Epic 19 mm Test — 79/100
description: Das LUXX Control Air Epic 19 mm verbindet Touch, schnelle Hände und Stabilität mit wenig Power, kürzerer Reichweite und ungeklärter Langzeit-Haltbarkeit der Textur.
h1: Selkirk LUXX Control Air mit InfiniGrit Epic 19 mm im Test
date_published: 2026-07-18
date_updated: 2026-07-22
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## Konstruktion und Änderungen gegenüber dem ursprünglichen LUXX

Das aktuelle LUXX Control Air ist nicht bloß das Paddle von 2023 mit neuer Oberfläche. Der Kern ist 19 mm dick und damit einen Millimeter dünner als die ursprüngliche 20-mm-Version. Er bleibt ein Polypropylen-Wabenkern und ist kein Vollschaumkern. Selkirk ergänzt Randschaum, EVA-Schaum im offenen Hals und teilweise im Griff, einen aerodynamischen Ausschnitt sowie einen geformten Rahmen ohne klassischen Kantenschutz. Das Ziel ist klar: die weiche Kontrolle des ursprünglichen LUXX bewahren und etwas mehr Flex, Rückprall sowie Vibrationsdämpfung hinzufügen. Das gelingt nur teilweise. Das neue Paddle ist lebendiger als der Vorgänger, bleibt aber eines der am wenigsten explosiven Premium-Paddles. Das entscheidende Upgrade ist nicht rohe Geschwindigkeit, sondern die Kombination aus mehr Spin, etwas leichterer Offensive und dem gleichen gedämpften Touch. Die Schlagfläche verwendet Selkirks proprietäre Florek-Carbonfaser unter einer aufgetragenen InfiniGrit-Textur. Sie ist nicht mit offenem Peel-Ply-Rohcarbon gleichzusetzen. Selkirk nennt bis zu 2.000 RPM und dreimal längere Spin-Haltbarkeit als Rohcarbon. Der erste Teil passt grob zu Beobachtungen an neuen Paddles; der Haltbarkeitsmultiplikator bleibt eine Herstellerbehauptung.

## Gewicht, Balance, Swing Weight und Handgeschwindigkeit

Selkirk nennt für das Epic 7,9–8,3 oz (224–235 g). Eine unabhängig gemessene aktuelle Epic-Probe fehlt, daher gibt es keine belastbare Basis für gemessenes statisches Gewicht, Balancepunkt oder Exemplarstreuung. Aussagekräftiger sind die offiziellen Dynamikwerte: 109 durchschnittliches Swing Weight und 6,6 durchschnittliches Twist Weight. Auf dem Papier ist das eine starke Doppel-Kombination. 109 sollte schnelle Erholung in Counter-Duellen ermöglichen; 6,6 sollte Drehung der Schlagfläche bei seitlichen Fehltreffern besser begrenzen als viele leichte Standardformen. Der Familienvergleich macht die Wahl konkret. Das Invikta ist mit 113 und 6,0 angegeben. Das Epic liegt laut derselben Tabelle vier Swing-Weight-Punkte niedriger und 0,6 Twist-Weight-Punkt höher. Das stützt schnellere Hände und stärkere Serien-Stabilität, beweist aber keine Einheit. Zusatzgewicht dürfte seltener nötig sein und würde den Hauptvorteil dieser Form reduzieren.

## Kontrolle, Drops, Dinks und Resets

Kontrolle ist der Hauptzweck des Epic. Der dicke Kern und die gedämpfte Fläche nehmen Tempo aus ankommenden Bällen, sodass Dinks, Third-Shot-Drops und Transition-Resets leichter unter Angriffshöhe bleiben. Ein entspannter Griff funktioniert gut, weil ein kurzer Impuls keinen aggressiven Launch erzeugt. Die 7,85 Zoll breite Fläche sollte mehr Richtungsreserve als das schmalere Invikta bieten. Mehr Breite und das höhere angegebene Twist Weight senken die Wahrscheinlichkeit, dass ein kleiner seitlicher Fehltreffer die Fläche verdreht. Das hilft besonders bei defensiven Blocks und hektischen Rückhand-Resets. Es gibt jedoch keine aktuelle unabhängige Epic-Kartierung von Rückprall und Platzierung über mehrere Zonen. Die belastbare Aussage lautet: erstklassige Kontrolle im Zentrum und nahe daran, mit einer besseren strukturellen Basis für Fehltreffer als beim Invikta – nicht eine nachgewiesen perfekte Fläche.

## Power, Pop, Drives und Counter

Der 19-mm-Kern und zusätzlicher Schaum machen das neue LUXX reaktionsfreudiger als das alte 20-mm-Modell, doch das Epic bleibt power- und poparm. Volle Schwünge erzeugen brauchbares Tempo, wenn der Spieler stark beschleunigt; kompakte Punches, Counter und Overhead-Finishes bekommen weniger Unterstützung. Der 15,85-Zoll-Körper gibt außerdem Hebel gegenüber dem 16,4-Zoll-Invikta ab. Für defensive Doppel ist das logisch: geringere Rotationslast verbessert die Reaktion, aber das obere Ende bei Aufschlägen und Grundliniendrives steigt nicht. Spin formt die Flugbahn, ersetzt aber fehlenden Rückprall nicht. Wer von einem weichen Kontrollpaddle kommt, findet die Power funktional. Wer moderne thermoformte oder Schaum-Power-Paddles kennt, spürt den Abstand sofort. Das Epic passt nur, wenn Platzierung wichtiger als mühelose Abschlussgeschwindigkeit ist.

## Spin und Verhalten der InfiniGrit-Oberfläche

InfiniGrit ist eine klare Leistungssteigerung gegenüber der ursprünglichen LUXX-Oberfläche. Aktuelle Berichte nennen mehr Biss bei Topspin-Drops, Roll-Volleys, Aufschlägen und Slice. Ein Messansatz ordnete den Spin im unteren 2.000-RPM-Bereich ein und damit nahe an Selkirks Angabe von bis zu 2.000 RPM. Das reicht, um offensiver zu spielen, ohne rohe Power zu benötigen. Topspin lässt Drives früher absinken, Roll-Volleys mit mehr Netzreserve fliegen und geformte Drops kürzer landen. Die Oberfläche muss sich nicht extrem sandpapierartig anfühlen, weil der weiche Kern zusätzlich Verweildauer erzeugt. Langfristig ist die Evidenz schwächer. Die Behauptung dreifacher Haltbarkeit basiert auf Selkirks eigenen Abrasionstests; unabhängige Langzeitdaten für genau diese 19-mm-Version sind noch begrenzt. Die vorige Generation hatte teils einen Ruf für Oberflächenverschleiß, doch das lässt sich nicht direkt auf InfiniGrit übertragen. Sicher ist starker Spin im Neuzustand, offen bleibt die reale Beständigkeit.

## Sweetspot, Fehlertoleranz und Stabilität außerhalb der Mitte

Die Epic-Form ist der stärkste Grund für dieses LUXX. Mit 7,85 Zoll Breite liegt seitlich mehr Masse um die Trefferzone als beim 7,5-Zoll-Invikta. Das angegebene Twist Weight 6,6 liegt ebenfalls klar über 6,0 und sollte Flächendrehung sowie Richtungsverlust bei seitlichen Treffern reduzieren. 19-mm-Kern und Randschaum verbessern Längenkontrolle und dämpfen den Aufprall. Fehlertoleranz sollte sowohl durch gleichmäßigeren Rückprall als auch weniger Verdrehen spürbar sein. Der kantenlose Rahmen bleibt mechanisch exponiert, und keine aktuelle unabhängige Epic-Probe bestimmt die genaue Größe der Hochleistungszone. Die Wertung steht deshalb für ein starkes strukturelles Serienprofil, nicht für die gemessene Behauptung, das Epic habe den größten Sweetspot der Klasse. Es sollte stabiler und fehlertoleranter als das Invikta sein und sich zugleich schneller bewegen lassen.

## Gefühl, Feedback und Vibrationen

Das LUXX besitzt eines der charakteristischsten weichen Trefferbilder im Premiumsegment. Der Kontakt wirkt plüschig, gedämpft und leicht gummiartig statt knackig, hohl oder metallisch. EVA-Schaum in Hals und Griff reduziert scharfe Vibrationen bei unsauberem Kontakt, während der dicke Wabenkern den Rückprall beruhigt. Spieler, die Touch und Tempoabsorption taktisch einsetzen, dürften dieses Gefühl mögen. Wer hochfrequentes, präzises Feedback sucht, kann es als zu stumm empfinden. Ein sauberer Zentertreffer und ein leichter Fehltreffer können sich in der Hand ähnlicher anfühlen, obwohl das Ballergebnis abweicht. Komfort bezeichnet hier ausschließlich den wahrgenommenen Treffcharakter. Daraus folgt keine medizinische oder verletzungspräventive Aussage.

## Haltbarkeit und Pflege

Drei Haltbarkeitsfragen sind zu trennen. Erstens ist die Lebensdauer der Oberfläche nicht bewiesen. InfiniGrit kann den Biss länger als die alte Beschichtung halten, doch unabhängige Daten bestätigen keinen dreifachen Vorteil gegenüber Rohcarbon. Zweitens ist der kantenlose Umfang Bodenkontakt ausgesetzt. Selkirks Garantie schließt Abplatzungen oben oder seitlich sowie normale Texturabnutzung aus. Schutzband kann sinnvoll sein, solange es die Schlagfläche nicht bedeckt und regelkonform bleibt. Drittens sollte die Reinigung mild erfolgen: Mikrofasertuch, Wasser und leichte Seife. Abrasive Rohcarbon-Reinigungsblöcke passen nicht zu einer aufgetragenen Textur. Sauberkeit ist sinnvoll, beweist aber keine langfristige Spin-Haltbarkeit.

## Geeigneter Spielertyp

Das LUXX Control Air Epic passt zu einem klaren, sinnvollen Spielertyp. Es ist besonders geeignet für einen mittleren oder fortgeschrittenen Doppelspieler, der: • eigenes Schlägerkopftempo ohne heiße Fläche erzeugt; • Drops, Dinks, Resets, Blocks und Platzierung priorisiert; • schnelle Hände und eine breitere Defensivfläche will; • weichen, gedämpften Kontakt bevorzugt; und • keine maximale Reichweite oder langen Zweihandgriff braucht. Die Form ist logisch für rechtsseitige oder defensiv orientierte Spieler, die Tempo absorbieren und den nächsten Angriff vorbereiten. Sie passt auch zu Spielern, denen das Invikta in schnellen Exchanges zu schmal oder zu träge war.

## Einschränkungen und wer es meiden sollte

Wähle ein anderes Paddle, wenn dein Spiel von kompakter Power, schnellen Put-aways oder müheloser Tiefe von der Grundlinie lebt. Das schnellere Handling ändert die geringe Pop-Identität der LUXX-Plattform nicht. Für maximale Reichweite ist das Epic ebenfalls schwächer. Der Körper misst 15,85 Zoll, also 0,55 Zoll weniger als das Invikta, und der 5,25-Zoll-Griff bietet manchen beidhändigen Rückhänden wenig Platz. Spieler mit Vorliebe für knackiges Feedback können die starke Dämpfung als unklar empfinden. Die Werte 109 und 6,6 sind außerdem keine Garantie für jedes Exemplar. Bis aktuelle Epic-Paddles unabhängig gemessen werden, ist der dynamische Formvorteil richtungsstabil, aber nicht für jede Einheit verifiziert.

## Vergleich mit anderen Selkirk- und Kontroll-Paddles

### Epic 19 mm vs Invikta 19 mm

Das Epic ist 0,55 Zoll kürzer, 0,35 Zoll breiter und der Griff 0,10 Zoll kürzer. Selkirk gibt vier Swing-Weight-Punkte weniger (109 vs 113) und 0,6 Twist-Weight-Punkt mehr (6,6 vs 6,0) an. Epic für Handgeschwindigkeit, Serien-Stabilität und Fehlertoleranz; Invikta für Reichweite, Hebel und etwas mehr Platz für die zweite Hand.

### Aktuelles Epic 19 mm vs ursprüngliches Epic 20 mm

Das aktuelle Modell nutzt 19 mm, InfiniGrit und EVA-Schaum in Hals und Griff. Es sollte etwas lebendiger sein und im Neuzustand mehr Spin liefern, ohne die Kontrollpriorität zu verlieren. Der Vorgänger ist weicher und powerärmer. Die Langzeit-Haltbarkeit von InfiniGrit ist weniger sicher als der sofortige Spin-Gewinn.

### LUXX Epic vs SLK Halo Control Max

Das Halo Control Max ist die günstigere, konventionellere Kontrolloption mit Kantenschutz und direkterem Feedback. Das LUXX Epic bietet stärkere Dämpfung, einen eigenständig weichen Touch, ein angegebenes schnelles und stabiles Dynamikprofil sowie Premium-Support. Bei 199,99 $ ist der Abstand kleiner, doch das Halo bleibt die unkompliziertere Preis-Leistungs-Wahl.

### Welche Version des Selkirk LUXX Control Air Epic wird getestet?
Der Test gilt für das aktuelle Selkirk LUXX Control Air mit InfiniGrit in Epic-Form und 19-mm-Kern. Er bewertet weder das ursprüngliche 20-mm-Epic noch das aktuelle Invikta oder die eingestellte S2-Form.
### Ist das LUXX Control Air InfiniGrit Epic für Turniere zugelassen?
Das exakte 19-mm-Modell steht auf der aktuellen USA-Pickleball-Liste mit Status Pass als „Luxx Control Air Florek Carbon Epic“, hinzugefügt am 2. April 2025. Vor einem sanktionierten Turnier sollte die offizielle Liste erneut geprüft werden.
### Was unterscheidet Epic und Invikta?
Das Epic misst 15,85 × 7,85 Zoll mit 5,25-Zoll-Griff; das Invikta 16,4 × 7,5 Zoll mit 5,35-Zoll-Griff. Selkirk nennt 109/6,6 bei Swing/Twist Weight für Epic und 113/6,0 für Invikta. Epic priorisiert Geschwindigkeit und Stabilität, Invikta Reichweite und Hebel.
### Ist das LUXX Control Air Epic ein Power- oder Kontrollpaddle?
Es ist klar kontrollorientiert. Das 19-mm-Update liefert etwas mehr Rückprall als das alte 20-mm-LUXX, aber freie Power und kompakter Pop bleiben unterdurchschnittlich. Es passt zu Spielern mit eigener Beschleunigung.
### Sind 109 Swing Weight und 6,6 Twist Weight unabhängig gemessen?
Nein. Für diesen Test lag keine unabhängig gemessene aktuelle Epic-Probe vor. Beide Zahlen sind Selkirk-Durchschnittswerte und dienen als Formorientierung, nicht als Garantie für jedes Paddle.
### Hat das Epic einen größeren Sweetspot als das Invikta?
Die 7,85 Zoll breite Fläche und das höhere angegebene Twist Weight geben dem Epic eine bessere strukturelle Basis für Stabilität und Fehlertoleranz. Die Richtung ist gut begründet, aber keine aktuelle unabhängige Flächenkarte bestimmt die genaue Hochleistungszone.
### Wie viel Spin erzeugt die Epic-InfiniGrit-Oberfläche?
Aktuelle LUXX-Daten stützen starken Spin im Neuzustand im unteren 2.000-RPM-Bereich eines Messansatzes. Ein vergleichbares Epic-only-Protokoll fehlt, und die dreifache Haltbarkeit ist nicht unabhängig belegt.
### Eignet sich das Epic für eine beidhändige Rückhand?
Für kompakte Zweihandgriffe kann es funktionieren, doch 5,25 Zoll sind nach heutigen Elongated-Standards kurz. Wer viel Platz für die obere Hand braucht, sollte den Griff testen oder das Invikta wählen.
### Ist das Selkirk LUXX Control Air Epic seinen Preis wert?
Beim geprüften US-Preis von 199,99 $ ist es für Spieler vertretbar, die gezielt Touch, schnelle Hände, hohe angegebene Stabilität und Selkirk-Support suchen. Bei 279,99 $ Listenpreis schwächen geringe Power und ungeklärte Oberflächenhaltbarkeit den Wert deutlich.
